Jubiläumsveranstaltungsprogramm zum Dorfjubiläum

 -sollte es pandemiebedingt möglich sein-:

 

- Dichtung und Wahrheit - 

Freiluftkino „Das sterbende Kloster“
Historienspiel von Reinhard Haiplik

Freiluftkino 1 Freiluftkino2 Freiluftkino3

„Die Kanoniker in Ilmmünster erfüllen ihre Chorpflichten nicht und führen ein unehrenhaftes, ausschweifendes Leben ohne Tugend.“

Solch harte Worte finden sich in der päpstlichen Bulle von 11. April 1492 zu. Es kostete dem Münchner Herzog Albrecht IV. keine besondere Mühe, diese päpstliche Weisung zu erwirken. Das angeblich unsittliche Verhalten der Ilmmünsterer Chorherren diente freilich nur als Vorwand. In erster Linie waren es politische Gründe, die den Herzog bewogen, mit aller Macht die Auflösung des ehrwürdigen Stiftes an der Ilm zu betreiben. Er wünschte sich geistliche Berater an seiner Münchner Residenz. Zudem benötigte er für die neu erbaute Frauenkirche in München angesehene Kleriker; Kleriker wie sie damals in Ilmmünster zu finden waren.

Vergeblich widersetzten sich der Freisinger Bischof Sixtus von Thannberg, Probst Theoderich Mair und Dekan Caspar Rabein dem Auflösungsbeschluss. Im März 1495 feierten die Augustiner-Chorherrn ihr letztes Messopfer in Ilmmünster. Und noch ein weiteres Opfer wurde den Ilmmünsterern abverlangt: Mit der Klosterauflösung wurden auch die Gebeine des in Ilmmünster hoch verehrten Hl. Arsatius in die Frauenkirche überführt. Dies führte in der Bevölkerung zu Tumulten. Doch letztlich stand das Dorf der Entscheidung von Klerus und Adel ohnmächtig gegenüber.

Diese dramatischen Ereignisse bilden die Grundlage des Historienspieles „Das sterbende Kloster“.

Zur historischen Realität tritt dichterische Phantasie: Ein verzweifelter Rettungsversuch, eine unglückliche Romanze, eine düstere Prophezeiung. Es sind Personen jeglichen Standes zu erleben, die hoffen, leiden, kämpfen und verzweifeln. Vertreter von Volk, Adel und Geistlichkeit vermischen sich in die Handlungsebenen, lassen sich nicht einfach in ein simples Gut-Böse-Schema einreihen. Angetrieben von edlen Motiven, weichen sie unter dem Einfluss der Macht aus auf Hass, Neid und Eifersucht. Überhaupt – die Frage nach dem verantwortungsvollen Umgang mit der Macht wir zum zentralen Thema des Stückes.

Alle Namen der handelnden Personen sind in Ilmmünsterer Urkunden des 15. Jahrhunderts belegt.

 

Das Stück „Das sterbende Kloster“, geschrieben von dem Pfaffenhofener Reinhard Haiplik zur 1.250-Jahrfeier, wurde damals als Freilichttheater im Pfarrgarten mit vielen Ilmmünsterer Laiendarstellern aufgeführt und von Anton Stadler aus Ilmmünster digital aufgenommen.

 

Anlässlich des 1.275-jährigen Dorfjubiläums zeigen wir den Film an vier Terminen auf Großleinwand auf der Festwiese neben dem Rathaus Ilmmünster an folgenden Tagen: 

 

23.7.2021

ab 19:00 Uhr

Open-Air-Filmvorführung (Treffpunkt: Festwiese am Maibaumweg) mit Auftritt der Band Jack Rabbit aus Ilmried

24.07.2021

ab 19:00 Uhr

Open-Air-Filmvorführung (Treffpunkt: Festwiese am Maibaumweg) mit Auftritt von Voices of Joy und hinterher Auftritt der Band Jack Rabbit aus Ilmried

Ersatztermine:
30. und 31.07.2021

ab 19:00 Uhr

Ersatz- /Alternativwochende:
Open-Air-Filmvorführung (Treffpunkt: Festwiese am Maibaumweg)

 

Der Eintritt ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Eine Spende gerne gesehen.

Für die Bewirtung sorgen einige unserer Vereine!

Achtung: Die Wiese wird nicht bestuhlt! Bitte bringen Sie daher Ihre eigene Sitzgelegenheit mit (Decke, Stuhl oder Bank).

Wir bitten die aktuell gültigen Infektionsschutzregeln zu beachten und einzuhalten. Auf dem Gelände ist eine FFP2 Maske zu tragen, die am Sitzplatz abgenommen werden darf.

Bei schlechtem Wetter wird die Vorführung auf einen der Ersatztermine verlegt.

Falls das Open-Air-Kino wegen schlechten Wetters nicht stattfindet, finden Sie die Information dazu im Internet unter www.ilmmuenster.de

Von der Pandemielage wird auch abhängen sein, ob es Zugangsbeschränkungen wie maximale Personenzahl, vorheriger Test oder Impfnachweis geben wird.

 

Abschließend planen Altbürgermeister Anton Steinberger und unser amtierender Bürgermeister Georg Ott zu einer historischen Dorfführung einzuladen.

 

Näheres zu den geplanten Veranstaltungen in den kommenden Ausgaben des Mitteilungsblattes und auf unserer Internetseite.