Koordinierungsstelle Ukrainehilfe am Landratsamt Pfaffenhofen a.d.Ilm gibt Informationen für Ukraineflüchtlinge

Die Koordinierungsstelle Ukrainehilfe am Landratsamt Pfaffenhofen

hat heute erste Informationen von der Regierung von Oberbayern zum weiteren Verfahren bei der Aufnahme und Unterbringung von Ukraineflüchtlingen erhalten. Demnach haben sich alle Kriegsflüchtlinge zunächst an das rund um die Uhr geöffnete Ankunftszentrum der Regierung von Oberbayern in der Maria-Probst-Straße 14 in 80939 München (Bushaltestelle: Margot-Kalinke-Straße, nächste U-Bahnstation: Kieferngarten) zu wenden.

Dort werden die Personen zunächst registriert und bei Bedarf – also wenn keine private Unterkunft im Verwandten-/Bekanntenkreis vorhanden ist – in das Unterbringungssystem in Oberbayern übergeführt.

Dies ist in Erwartung einer sehr zeitnahen Verkündung der Möglichkeit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG auch ohne die Stellung eines Asylgesuches möglich.  Sollten sich Flüchtlinge nach der Registrierung am Ankunftszentrum im Landkreis Pfaffenhofen niederlassen, werden diese gebeten, das Formblatt der Ausländerbehörde auszufüllen und dieser zu übermitteln. Das entsprechende Formblatt ist über folgenden Link erreichbar:

https://www.landkreis-pfaffenhofen.de/media/14482/aufenthaltsanzeige_ukrainischer_staatsangehoeriger.pdf

Das Landratsamt Pfaffenhofen rät wegen der mit einem Asylantrag verbundenen Rechtsfolgen dem betroffenen Personenkreis auch ausdrücklich, derzeit kein Asylgesuch zu stellen. Sobald die Möglichkeit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG geschaffen wurde, können grundsätzlich auch ohne ein Asylgesuch Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erbracht werden.

Sobald das Landratsamt Pfaffenhofen vom Staatsministerium des Inneren weitere Informationen zum Unterbringungsverfahren für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine erhält, werden diese unverzüglich nachgereicht.

Die Koordinierungsstelle Ukrainehilfe am Landratsamt Pfaffenhofen hat bereits am Freitag, den 25.02.2022 ihre Arbeit aufgenommen.

Zunächst erfolgte eine Bestandsaufnahme der kurzfristig zur Verfügung stehenden Unterkünfte im Landkreisgebiet. Da aktuell nicht absehbar ist, wie viele Kriegsflüchtlinge tatsächlich im Landkreis Pfaffenhofen ankommen werden, bittet das Landratsamt die Bevölkerung bereits jetzt um Unterstützung, um bestmöglich auf alle Situationen reagieren zu können. Das Landratsamt bittet deshalb insbesondere Privatpersonen, die Unterkünfte oder Wohnungen zur Verfügung stellen könnten und wollen, sich beim Landratsamt Pfaffenhofen zu melden. Außerdem bittet das Landratsamt Personen, welche ggf. als Dolmetscher und Vermittler tätig werden könnten und wollen, sich ebenfalls an das Landratsamt zu wenden.

Eine Kontaktaufnahme ist über das Funktionspostfach ukrainehilfe@landratsamt-paf.de oder unter der Telefonnummer 08441-27-260 möglich.

Herr Landrat Albert Gürtner dankt bereits jetzt allen Personen, die sich bereits gemeldet haben und die sich noch melden werden, für ihre tatkräftige Unterstützung und ihr Engagement.

„Wir lassen die Kriegsflüchtlinge nicht im Stich und werden als Landkreis unser bestmögliches leisten, um eine reibungslose Unterbringung von betroffenen Personen zu ermöglichen“, so der Landrat